• Samstag , 24 Juni 2017

Facebook will kostenloses Internet anbieten

Kostenloses Internet für die noch schlecht industrialisierten zwei Drittel der Welt

Am Montag verkündete das beliebteste soziale Netzwerk Facebook einen Deal mit dem Französischen Satellitenbetreiber Eutelsat Communications. Die beiden Firmen möchten Menschen, in schlecht erschlossenen Regionen Afrikas durch die Schaffung eines Satelliten gestützten Internet-Gateways, online bringen. Die großen Flächen südlich der Sahara mit vielen potentiellen Nutzern, liegen größtenteils außerhalb der Reichweite der vorhandenen Fest- und Mobilfunknetze.

In der zweiten Hälfte des Jahres wollen die beiden Unternehmen mehr als 14 Ländern in West-, Ost- und Südafrika online bringen.

Nutzer in Afrika sowie in anderen Schwellenländern greifen in der Regel über Mobiltelefone auf das Internet zu. Laut einem Bericht des Pew Research Center sind rund zwei Drittel oder mehr der Menschen in Ghana, Kenia, Nigeria, Senegal, Südafrika, Tansania und Uganda im Besitz eines Mobiltelefons. In Südafrika und Nigeria, haben sogar rund 9 von 10 Personen ein Mobiltelefon. Der Anteil der Smartphones ist uns derzeit nicht bekannt.

Das neue Projekt ist Teil der laufenden Internet.org Initiative von Facebook. Das vom Unternehmen erklärte Ziel ist es, kostenlose Basis-Internet-Dienste in Regionen der Welt zu bringen, in denen der Zugang sonst unbezahlbar oder nicht verfügbar ist. Der Dienst steht bereits teilweise in Afrika, Lateinamerika und Asien zur Verfügung. Aber das Projekt hat auch seine Kritiker.

Kritiker bemängeln, der Dienst begünstige Facebook und seine eigenen Angebote. Viele Organisation beklagen deshalb fehlende Neutralität der Inhalte. Zudem sollen die angesprochen Nutzer zu wenig Kenntnis zum Schutz der Privatsphäre haben.

Marc Zuckerberg hat einigen Kritiken entgegengehalten, dass es das ultimative Ziel von Internet.org sei, die zwei Drittel der Welt, die gerade noch offline sind, an das schnelle Internet anzubinden.

 

Ähnliche Beiträge