• Dienstag , 25 April 2017

In 6 Schritten zum Erfolg: Schneller verkaufen mit besseren Bildern!

Der Erfolg eines schnellen reibungslosen Privatverkaufs hängt zum Großteil stark von den Bildern des zu verkaufenden Produktes ab. Ein aussagekräftiges(!) Bild sagt mehr als tausend Worte: diese Aussage stimmt vor allem auf Verkaufsportalen, in unserem Fall für gebrauchte Apple Geräte. Sie wird jedoch von den meisten Verkäufern sehr unterschätzt und die Bilder der eigenen Anzeige werden in den meisten Fällen viel zu unterbewertet. Es gibt etliche Verkäufer die klagen, dass sie ihr iPhone einfach nicht verkauft bekommen oder alle möglichen Interessenten nacheinander wieder abspringen. Gekauft wie gesehen – um sich Anfahrt und Kosten zur ersparen, ist für Käufer ein gutes Produktbild genauso wichtig wie für den Verkäufer der sein Gadget effektiv und zu einem guten Pries veräußern möchte. Deshalb zeigen wir euch einfache Tipps und Tricks, wie ihr für euer Apple Produkt die besten Bilder schießen und eure eigenen Verkaufschancen dadurch drastisch erhöhen könnt!

1. Vorbereitung & Reinigung

Bevor es an’s Bildermachen geht, ist die Vorbereitung des Apple Gerätes natürlich das A und O. Es sollte jedem klar sein, dass man das eigene Produkt so gut wie möglich darstellen sollte. Ein Teil davon ist selbstverständlich die Reinigung und Gebrauchsspurenreduzierung. Mit kompletten Reinigungssets, staubfreien Reinigungstüchern und Displaysprays- oder Paste kann man das gebrauchte Gadget ordentlich aufwerten, sichtbare Kratzer und Gebrauchsspuren zum Teil oder sogar vollständig entfernen und glatte Oberflächen wieder zum Glänzen bringen! Dass ein sauberes Produkt (obwohl es mehrere Wochen/Monate/Jahre alt sein kann) mit noch besseren Bildern einen hochwertigeren Eindruck bei potenziellen Käufern hinterlassen kann, ist vielen Nutzern kaum bewusst.

2. Ehrlichkeit & Übereinstimmung

Um potenzielle Käufer für z.B. genau dein gebrauchtes iPad oder iPhone begeistern zu können, sollten deine Bilder in erster Linie „ehrlich“ und übereinstimmend mit eurer Beschreibung sein. Was meinen wir damit, wie kann ein Bild denn „ehrlich“ sein??

Ein Käufer möchte beim Kauf eines teuren Macbooks oder iPhones natürlich in erster Linie wissen woran er ist. Die meisten Menschen haben vor dem Kauf schon eine genaue Vorstellung wie gut der Zustand des Wunschobjektes noch sein soll. Das heißt, je besser ihr den Zustand nicht nur beschreibt, sondern auch optisch darstellt, desto eher kann einem Interessenten die Kaufentscheidung leichter fallen. Umso mehr Details im Text erwähnt aber vor allem in den Bildern gezeigt werden, desto einfacher fällt es vielen Käufern sich oftmals für einen Kauf zu entscheiden, weil sie mehr und „ehrliche“ Informationen zu dem verkauften Produkt haben. Dadurch kann die Überzeugung zum Kauf maßgeblich gestärkt werden. Zusätzlich wird eine Übereinstimmung der Produktbilder zu Ihrem Beschreibungstext vorausgesetzt. Wenn ihr das Produkt mit einem Kratzer auf der Rückseite beschreibt, dann fotografiert es genauso. Somit hat der Kunde gleich einen optischen Eindruck vom Ausmaß der Beschädigung, und könnte sich schneller zum Kauf entscheiden, weil er sich die im Text beschriebene Gebrauchsspur z.B. viel größer vorgestellt hat. Genauso wenn ihr beschreibt, dass das Display keine einzige Beschädigung hat, auch wenn es schon 2 Jahre alt ist. Legt das Display ins Licht und zeigt wie neuwertig das Gadget noch aussieht! Ihr dürft, nein ihr sollt sogar euer Produkt im guten, aber ehrlichem Licht präsentieren!

 

3. Qualität

Eigentlich sollten hochwertige Bilder in der heutigen Zeit das geringste aller Probleme darstellen. Scharfe Bilder lassen sich heute mit jeder Digitalkamera oder neuerem Handy schießen. Wenn der Umgang mit einer Kamera schwer fällt oder euch jegliche Kameraeinstellungen nichts sagen, könnt ihr die automatischen Voreinstellungen benutzen die jede Kamera anbietet. Die Bilder sollten auch nicht mit einem Smartphone aus der Steinzeit geschossen werden. Ihr solltet jedoch mit den meisten Smartphone-Modellen der letzten 2 Jahre völlig ausreichende Bilder hinbekommen. Achtet darauf, dass das Objekt, welches ihr fotografieren wollt (in dem Fall das Apple Produkt :D) von der Linse fokussiert ist. Wenn ihr ein unscharfes Bild auf ihrem Kameradisplay Ihres Smartphones habt, müsst ihr z.B. bei einem iPhone lediglich auf das Objekt im Bildschirm tippen. Schon sollte es scharf gestellt werden. Ein qualitativ hochwertiges Bild ist eine Mindestanforderung, damit der Kunde einfach und schnell erkennen kann, was überhaupt verkauft wird und letztendlich auch in welchem Ausmaß die Gebrauchsspuren ausfallen.

4. Licht

Viele Verkäufer machen den Fehler, dass das Licht während des Erstellens der Bilder viel zu schwach bzw. zu dunkel ist, obwohl gerade dieses sehr ausschlaggebend für ein gutes Bild ist. Es sollte auf jeden Fall mindestens hell genug sein, dass kein separater Kamerablitz benötigt werden muss. Ohne jegliche Erfahrungen können damit nur wenig gute Resultate erzeugt werden. Je nach Uhrzeit ist es hier am sinnvollsten, bei natürlichem Tageslicht in einem möglichst hellen Raum zu fotografieren. Nachträglich kann durch das entsprechende Raumlicht natürlich nochmal nachgeholfen werden. Reines Kunstlicht reicht oftmals nicht aus. Vor allem weil die Gefahr besteht, dass davon viele unnötigen Schatten des Produktes geworfen werden. Dies gilt besonders bei Tischlampen, auf die im besten Fall komplett verzichtet werden sollte. Letztendlich empfehlen wir immer Fotos am Tag, in Fensternähe und eventuell zusätzlich mit weichem Licht (z.B. Papierlampen) zu machen.  

5. Hintergrund

Das gute an Apple Produkten ist, dass sie ein Teil des Haushaltes darstellen und man somit auch keine Bilder im Freien machen muss, wie z.B. bei einem Auto. Dennoch schaffen es viele Menschen immer noch, die unpassendsten Dinge als Hintergrundablage zu nehmen. Von bunten Decken, gleichfarbigen Stoffen usw. ist wirklich alles dabei. Wichtig hierbei zu wissen ist, dass ein guter Kontrast geschaffen werden sollte. Das heißt z.B. dass dunkelfarbige Geräte am optimalsten auf einem weißen Hintergrund fotografiert werden sollten. Wer vielleicht sogar etwas mehr Zeit investieren möchte, kann sich auch eine eigene Fotobox mit weißem Hintergrundpapier bauen, in welcher die Fotos sogar richtig professionell aussehen können. Anleitungen dafür gibt es zahlreiche im Internet.

6. Display und Oberflächen

Eines der wichtigsten Dinge beim Fotografieren von Apple Geräten ist, dass Display gut darzustellen, damit die Gebrauchsspuren wirklich sichtbar gemacht werden können und der Käufer sich vom Zustand auch optisch überzeugen lassen kann. Die besten Resultate erzielt man hier, wenn man das Display leicht im Licht spiegeln lässt. Auch hierfür ist ein angenehm helles Tageslicht wieder perfekt geeignet. Bei einem schrägen Winkel können hier jegliche glatte Flächen von Apple Geräten am besten dargestellt werden. Natürlich ist hier auch Voraussetzung, dass das Display schön geputzt sein sollte, ansonsten kann hier auch statt eines neuwertig aussehenden Displays ein mit Fingerabdrücken und Fettflecken geflutetes Display hervorkommen. Peinlichkeitsfaktor hoch 10. Außerdem macht es Sinn das Display im augeschalteten Zustand zu knipsen, um Kratzer oder Macken aufzuzeigen, aber auch einige Bilder im eingeschalteten Zustand, mit verschieden farbigen Hintergründen. Dies dient dazu, mögliche Pixelfehler aufzuzeigen.

 

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iPad mit erkennbarem Kratzer durch leichte Spiegelung (Quelle: Flickr, Doug, Lizenz: CC BY 2.0)

 

Fazit

Abschließend fassen wir zusammen, dass die Vorbereitung des zu verkaufenden Apple Produktes, die Kameraqualität- und Einstellungen, das Licht und die gewählte Perspektive mit glatten Oberflächen die entscheidenden Dinge für kaufstarke Produktbilder sind. Achtet darauf, dass ihr die optimale Einstellung eurer Kamera wählt (Oftmals Makro Modus) und vor allem eine benutzt die qualitativ ausreichende Bilder schießen kann. Sucht euch einen hellen Platz mit genug Lichteinfluss, damit dass Gerät optimal sichtbar wird und keine großen Schatten wirft. Stellt glatte Flächen leicht spiegelnd aus mehreren Perspektiven dar, Kratzer oder die Neuwertigkeit eines Displays lassen sich so am besten darstellen.

Wenn ihr diese Tipps befolgt, werdet ihr garantiert die Chance erhöhen, dass euer Produkt auf Interessenten viel attraktiver wirkt und folglich auch schneller gekauft wird!! Aber am wichtigsten ist es ehrlich zu sein und echte Bilder des Produkts zu zeigen – versteckt keine Macken, Kratzer oder Pixelfehler – spätestens wenn ihr das Gerät übergeben wollt und der Käufer ein ganz anderes Gerät in der Hand hält, ist es für alle Beteiligten ärgerlich.

Hier noch für mehr Inspiration ein paar Beispielanzeigen von einigen unserer User, mit

eigenen Bildern wie aus dem Lehrbuch:

1. iPad Air 2

2. MacBook Air 13″

3. iPhone 5 IRON MAN EDITION

Beitragsbild: Quelle: Flickr, Kārlis Dambrāns, Apple iPhone 6s

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