• Freitag , 28 April 2017

Music Streaming: Angebotsübersicht –  Spotify vs. Apple Music

…und der Neueinsteiger: Aldi Life Music

Für alle Musikliebhaber waren die vergangenen Wochen besonders spannend: Ende Juni startete Apple Music, mittlerweile ist die kostenlose Probephase abgelaufen. Daher ein kurzes Statement unserer Seite zu den verschiedenen Streaming-Anbietern und der aktuellen Situation auf dem Markt:

Generell lässt sich sagen, dass Musik-Flatrates auf dem Vormarsch sind und immer beliebter werden, daher wächst das Angebot rasant – während Rückgänge von der Musikindustrie beim Herunterladen von Musiktiteln zu erkennen ist.

Platzhirsch auf dem Streamingmarkt ist aktuell Spotify, aus diesem Grund ein kurzer Direktvergleich zu dem Neuling am Markt „Apple Music“:

Feature
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Quelle: Spotify

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Quelle: Apple

Kostenloses Probe-Abo 1 Monat 3 Monate
Preis 9,99 Euro pro Monat (Premium) 9,99 Euro pro Monat
Family-Abo 5 Euro pro User (maximal 5 User) 14,99 Euro pro Monat (maximal 6 User)
Web-App ja nein
Offline-Nutzung ja (Premium-Abo) ja
Sprachsteuerung nein ja
Verfügbarkeit Android, iOS, Windows Phone, Windows, Mac OS, PlayStation Android (ab Herbst), iOS, Windows, Mac OS, Apple TV
Radio ja ja
Soundqualität 160 kbps (Gratis), 320 kbps (Premium) 256 kbps
Musikangebot mehr als 30 Millionen Songs mehr als 30 Millionen Songs

Im Vorfeld waren die Erwartungen an Apple Music bzgl. der Angebotsvielfalt sehr groß, da diese im iTunes Store bereits hoch ist. Computer Bild kam beim Test der Titelauswahl auf die Erkenntnis, dass 80 % der gesuchten Titel – von Charts bis hin zu Nischenmusik –  im Programm von Apple Music sind. Spotify hatte im Test mit knapp 76 % ebenfalls ein gut gefülltes Regal.

Die Musik abspielen lassen kann man über verschiedene Plattformen: Spotify punktet hier gegenüber Apple Music:

  • Die Nutzung am PC ist bei Spotify über die Verbindung im Browser möglich; bei Apple Musik brauch man das Verwaltungsprogramm iTunes
  • Im Wohnzimmer abspielen klappt bei Spotify ebenfalls gut – egal ob über Receiver, Smart-TV, Blue-ray Player oder WLAN-Boxen. Während es bei Apple aktuell nur über das hauseigene Übertragungsprotokoll AirPlay mit kleinen Geräten klappt.
  • aber wohl am Wichtigsten: Musik unterwegs – für Spotify kein Problem, sie haben Apps für die am weitesten verbreiteten Systeme iOS und Android m Angebot. Apple Music hingegen nur für Apple Geräte. Das soll sich aber im Herbst ändern, denn die iPhone-Macher haben eine Android-App angekündigt.

Ebenfalls wichtige Frage ist: Wie sieht es mit dem Datenverbrauch beim Streaming aus? Hier gilt generell, dass pro Minute etwa 1 Megabyte Daten anfallen, damit reicht eine 300 Megabyte-Datenflat theoretisch nur etwa fünf Stunden für Musik –  aber es gibt einige Tipps, wie Ihr da Hörvergnügen in die Verlängerung schicken könnt: Man kann – außer bei Apple Music –  per Schieberegler die maximale Datenrate verringern, die damit einhergehende Verschlechterung der Musikqualität hält sich damit in einem erträglichen Rahmen. Andere Option ist das Nutzen des Offline-Modus: hier erlauben beide Anbieter den Abonnenten die vorübergehende Speicherung von Musiktiteln auf dem Mobilgerät, d.h. daheim im WLAN herunterladen und unterwegs ohne Internetverbindung abspielen. Zudem bieten beide Anbieter eine Synchronisation direkt aus dem jeweiligen PC-Programm an, so kann der Musikfan das Streamen der Titel, die er ohnehin besitzt, unterwegs sparen.

Interessantes Zusatzgadget von Apple ist die quasi selbstlernende zusammengestellte Playlist von Apple: diese orientiert sich am eigenen Musikgeschmack. Man gibt beim Ersteinrichten seine bevorzugten Genres und Künstler ein –  je mehr Songs man dann hört, umso besser werden die Playlist-Vorschläge unter der Rubrik „Für Dich“ – auf diese Weise werden altbekannte und liebgewonnene Songs wiederentdeckt und der Musikhorizont erweitert – herrlich!

FAZIT

Abschließend lässt sich zum Direktvergleich sagen, dass Spotify weiterhin Platzhirsch ist. Apple punktet aber mit etwas größerer Auswahl, schicker Optik und einer einfachen Bedienung. Natürlich auch, dass Apple Music für Familien günstiger ist. Bei Apple Music können bis zu sechs weitere Nutzer für insgesamt 14,99 Euro pro Monat auf das Angebot zugreifen. Bei Spotify hingegen nur bis zu fünf Nutzer für jeweils 5 Euro im Monat. Nachteil ist allerdings die Beschränkung auf das „Apple-Universum“ und, dass es im Vgl. zu Spotify keine dauerhafte kostenlose Variante gibt.

Wir meinen daher, dass Apple Music für Familien deutlich günstiger ist und ab Herbst auch für Android-User eine interessante Alternative ist. Am besten schaut man sich beide Streamer kostenlos an und entscheidet nach eigenem Geschmack.

Das ist aber nicht alles, was sich auf dem Music-Streaming Markt tut:

Der Discounter-Riese Aldi steigt ebenfalls mit eigenem Streamig-Dienst in den Markt ein:

 

Der Discounter Aldi dringt zusammen mit dem Streaming-Dienst Napster in den lukrativen Nachfragemarkt der Music-Streaming-Anbieter. Gemeinsam wollen sie den Markt mit einem Kampfpreis aufmischen:

Aldi kündigte am Dienstag das Angebot „Aldi Life Musik“ zum Preis von 7,99 Euro für 30 Tage an. Im Vergleich – wie bereits genannt – liegen Spotify oder Apple Music bei 9,99 Euro im Monat.

Napster, der Partner von Aldi, liegt aktuell im deutschen Musik-Steaming-Geschäft an dritter Stelle, hinter Spotify und dem französischen Konkurrenten Deezer. Die Aldi-Kunden bekommen beim Kauf des Streaming-Pakets den kompletten Zugriff auf das Napster-Angebot, inkl. mehr als 10.000 Hörbücher. Beim Streaming wird die Musik direkt aus dem Netz abgespielt und hat keine werbefinanzierte Gratis-Variante. Im Gegenteil, der Handelskonzern setzt auf Tarif-Bündel mit seinem Mobilfunkangebot.

Partner ist hierbei auch allen voran Aldis Geräte-Lieferant Medion, der zum weltgrößten PC-Hersteller Lenovo gehört.

Alle Interessierten, die vor Aufregung schon total gespannt sind, müssen sich nicht mehr lange gedulden, der Musik-Streaming-Dienst startet am Donnerstag. Vorab kann aber schon gesagt werden, dass Aldi keinen Familien-Tarif anbietet wie z.B. Apple Music und Spotify.

Ob Aldi Erfolg mit dem neuen Angebot hat, ist aktuell noch nicht abzusehen. Zu sagen gilt es aber, dass Aldi sich vor wenigen Jahren in den Mobilfunkmarkt gekämpft hat und aktuell der viertgrößte Mobilfunkanbieter in Deutschland ist…

 Beitragsbild: Quelle: Pixabay, ClkerFreeVectorImages , Lizenz CC0 Public Domain

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