• Montag , 26 Juni 2017

Siri – die Software für ein leichteres Leben

Wer ein iPhone oder iPad besitzt kennt Sie und will sie wahrscheinliche nicht mehr missen – die Software Siri von Apple, die für Speech Interpretation and Recognition Interface steht, dient zur Erkennung und Verarbeitung von Gesprochenem, welches Funktionen eines persönlichen Assistenten des Nutzers erfüllt. Dabei werden die Sprachdaten verschlüsselt zum Apple-Server übertragen, wo dann die Verarbeitung stattfindet und das Ergebnis auf das Apple-Gerät zurückschickt. Das Konzept von der Sprachsoftware stammt von der Firma Siri Inc., die 2010 von Apple übernommen wurde.

Funktionen von Siri

Siri wurde bei den älteren iOS-Versionen nur auf dem iPhone ausgeliefert, mittlerweile ist es aber bei iPad, iPod touch, allen iPhones mit iOS 7 und Apple TV ebenfalls im Einsatz. Siri gibt es für jedes Verkaufsland in eigener Sprache und mit unterschiedlichen Stimmen. Man startet es indem man den Home-Button gedrückt hält und alle seine Wünsche, Fragen oder Befehle – dabei spricht man ganz natürlich mit dem Assistenten als wäre es eine Person. Faszinierend ist, dass es dabei keine festen Befehle gibt, an die man sich halten muss, d.h. der Nutzer kann Siri alles sagen und fragen! Wenn einem die feminine Siri-Stimme nicht gefällt, kann man sie unter den Einstellungen in eine tiefe männliche Stimme abändern. Die Zusammenhänge die Siri aufbaut, sind dann um ein weiteres faszinierend. So werden Apps, z.B. das Wetter, miteingebaut und anzeigt, Telefonnummern herausgesucht oder Wikipedia nach der Lösung der Wissensfrage – Einwohnerzahl von Berlin, Regierung von Thailand oder die Höhe der Zugspitze – durchforstet. Sollte ein Wunsch nicht erfüllt werden können, fragt Siri proaktiv nach. So kann man Siri z.B. darüber aufklären, wer seine Mama, Papa oder Freundin ist – Siri registriert das und wählt beim Befehl „Ruf meine Mama an“ die richtige Person an. Wenn die Aussprache eines Namens bei Siri noch nicht hundertprozentig sitzt, kann man es ihr über den Befehl „“So sprichst Du Namen richtig aus“ auf die Sprünge helfen. Auch als Organisations- und Planungshilfe kann Siri eingesetzt werden und man kann Termine im Kalender erstellen oder sich an einen Termin via Sprachbefehl erinnern lassen. Die Funktion eines Aufnahmegeräts kann ebenfalls von Siri eingenommen werden, Mail, Tweet, Facebook-Post oder WhatsApp Nachrichten können diktiert, gespeichert, aktualisiert und gesendet werden.

Siri sinnvoll einsetzen

Obwohl Siri das Leben einfach nur durch Fragen um ein Vielfaches einfacher machen kann, nutzen viele iPhone Besitzer den Funktionsumfang von Siri nur begrenzt. Vielleicht ist vielen von uns noch nicht ausreichend bewusst, was Siri kann und wie man es einsetzen kann – daher ein Video zu dreißig Siri-Funktionen:

Maik Klotz hat für t3n hundert sinnvolle Siri-Befehle zusammengestellt, die wir Euch nicht vorenthalten möchten:

Siri-Befehle: Telefon und Kontakte

  • Rufe [Name] an, oder: Rufe meinen Freund, Freundin, Schwester, Frau, Mann, Sohn (…) an.
  • Wähle Papa mobil. (Hier wird NICHT der Papst in seinem Auto angerufen!)
  • Wähle 040 00011112222.
  • tarte FaceTime mit [Name].
  • Spiele die Voicemails ab.
  • Wie ist die Adresse von [Name]?
  • Wo wohnt [Name]?
  • Wo ist das Büro von [Name]?

Siri-Befehle: Nachrichten

  • Sag [Name], [Inhalt der Nachricht].
  • Sende eine Nachricht an [Name].
  • Antworte [Name]: [Inhalt der Nachricht].
  • Lies die neuen Nachrichten vor.

Siri-Befehle: Termine

  • Wann ist mein nächster Termin?
  • Welche Termine habe ich am [Wochentag oder Datum]?
  • Wann ist der Termin mit [Name]?
  • Wo ist der nächste Termin?
  • Erstelle einen Termin für morgen um [Uhrzeit].
  • Plane eine Besprechung heute um [Uhrzeit] in [Ort].
  • Verschiebe den heutigen Termin von [Uhrzeit] auf [Uhrzeit].
  • Lade [Name] zum Termin heute um 11 Uhr ein.

Siri-Befehle: Erinnerungen

  • Erinnere mich: [Name] anrufen.
  • Erinnere mich am [Tag] um [Uhrzeit]: [Inhalt]. Zum Beispiel: Erinnere mich übermorgen um 12 Uhr: Oma zum Geburtstag gratulieren.
  • Erinnere mich daran [Inhalt], wenn ich an [Ort] ankomme. Zum Beispiel: Erinnere mich daran: den Müll rausbringen, wenn ich zu Hause ankomme.
  • Erinnere mich daran [Inhalt], wenn ich [Ort] verlasse. Zum Beispiel: Erinnere mich daran: Brötchen holen, wenn ich von zu Hause weg fahre.

Siri-Befehle: Notizen

  • Notiz: Eier kaufen.
  • Zeige mir meine Notizen von letzter Woche.
  • Suche meine Notiz „Einkaufsliste“.

Siri-Befehle: Uhrzeit und Wecker

  • Wie spät ist es?
  • Wie viel Uhr ist es in [Land]?
  • Welches Datum haben wir?
  • Stelle Wecker auf [Uhrzeit].
  • Stelle einen Wecker für [Tag], [Uhrzeit].
  • Ändere meinen Wecker von[Uhrzeit] auf [Uhrzeit].
  • Schalte meinen Wecker für [Uhrzeit] aus.
  • Timer auf [Anzahl Minuten].
  • Zeige mir den Timer.
  • Timer anhalten.
  • Timer fortsetzen.
  • Timer beenden.

Siri-Befehle: System

  • Flugmodus an.
  • Schalte[Funktion] an (oder aus). Zum Beispiel: Schalte WLAN aus.
  • Ist [Funktion] an? Zum Beispiel: Ist WLAN an?
  • Erhöhe (oder senke) etwas die Bildschirm-Helligkeit.
  • Maximale (oder minimale) Bildschirm-Helligkeit.
  • Zeige mir die Einstellungen „WLAN“.

Siri-Befehle: Apps

  • Öffne Twitter.
  • Wechsle zu Facebook.
  • Mach ein Foto.

Siri-Befehle: Musik

  • Spiele [Name des Songs].
  • Spiele meine Wiedergabeliste [Name].
  • Zufällige Wiedergabe von [Interpret].

Siri-Befehle: Wetter

  • Brauche ich einen Schirm?
  • Wie wird das Wetter am Wochenende?
  • Wird es [Name des Ortes] nächste Woche regnen?
  • Wie warm wird es morgen in [Name des Ortes]?

Siri-Befehle: Mail

  • Schreibe eine Mail an [Name] mit dem Inhalt: [Inhalt].
  • Sende eine Mail an [Name] wegen [Betreff].
  • Zeige mir neue Mails von [Name].
  • Zeige alle Mails von gestern zum [Betreff].

Siri-Befehle: Facebook und Twitter

  • Twitter: [Inhalt des Tweets].
  • Poste auf Twitter: [Inhalt des Tweets].
  • Neuer Facebook-Status: [Inhalt des Postings].

Siri-Befehle: Internet

  • Suche im Internet nach [Inhalt].
  • Suche auf Wikipedia nach [Begriff].
  • Rufe www.t3n.de auf.
  • Suche im Internet nach Bildern von [Name].
  • Suche nach Videos von [Name].
  • Suche auf Twitter nach [Name].

Siri-Befehle: Karten und Navigation

  • Wo bin ich?
  • Starte Navigation von hier nach Hause.
  • Zeige mir den schnellsten Weg zu [Adresse].
  • Zeige mir eine Route von [Ort] nach [Ort].
  • Wann muss ich abbiegen?
  • Wann sind wir da?
  • Wo ist in Hannover t3n?
  • Wo ist das nächste Freibad?
  • Suche ein [Restaurant, Sehenswürdigkeit, Geschäft, Spielplatz, etc.].
  • Beende die Navigation.

Siri-Befehle: Freunde suchen

  • Wo ist [Name]?
  • Wo ist mein Freund, Freundin, Schwester, Frau, Mann, Sohn (…)?
  • Ist meine Freund, Freundin, Schwester, Frau, Mann, Sohn (…) zu Hause?
  • Wer ist bei mir in der Nähe?
  • Benachrichtige mich, wenn mein Freund, Freundin, Schwester, Frau, Mann, Sohn (…) zu Hause ankommt.
  • Benachrichtige meinen Freund, Freundin, Schwester, Frau, Mann, Sohn (…), wenn ich das Büro verlasse.

Siri-Befehle: Kino

  • Zeige mir witzige Filme.
  • Wer spielt in [Name des Films] mit?
  • Wer ist der Regisseur von [Name]?

Siri-Befehle: Sport

  • Wann spielt [Name des Vereins]?
  • Nenne mir die aktuellen Fußballergebnisse.
  • Wie hat der [Name des Vereins] gespielt ?
  • Zeige mir die Bundesliga-Tabelle vom Wochenende.
  • Wer hat im Fußball die meisten Tore geschossen?
  • Wer bekam die meisten gelben Karten?

Siri-Befehle: Börse

  • Aktienkurs von [Name der Aktie].
  • Wie steht der DAX?
  • Wie ist das Kursgewinnverhältnis der [Name der Aktie]?

+++Update: +++

Dauer-Tracking unserer Daten durch Siri & Co.

Testversionen von Assistentenzsoftware sind bereits in der Lage unser Alltagsleben mitzubestimmen und wissen z.B. aus einer Mail heraus wann wir einen Termin haben und stellen danach den Smartphone Wecker. Auch Siri ist mit dem neuen iPhone 6s in einer neuen Version verfügbar und einen Schritt dem umfassenden digitalen Assistenten näher. Die künstliche Intelligenz auf den Geräten lässt das Smartphone zum Big Brother in der Hosentasche werden, der den Alltag der Anwender detailliert dokumentiert und das Verhalten vorhersagt. Doch um diese immense und vielseitige Intelligenz aufzubauen ist eine Vielzahl an Informationen notwendig, die in Datenbanken zur Verfügung gestellt werden auf Basis von Google, Wikipedia, Yelp und Co. Allerdings sind Nachrichtenseiten, YouTube oder auch der Wetterdienst nicht der alleinige Hintergrund für das Wissen von Siri. Ein wichtiger Teil zur Informationsgewinnung sind wir Nutzer, unser Verhalten und unsere Situationen – daher beobachtet die Software unser Verhalten und die eigenen Vorlieben aufmerksam und permanent. Sie hilft Zusammenhänge aufzubauen und den Anwendern die richtige Antwort zu liefern. Dabei können Siri und Co mittlerweile auf Apps zugreifen und die Inhalte analysieren, Standortdaten und Aufenthaltsorte dienen zur Verbesserung des Apple Kartendienst. Aus Mail, Postings und Chat werden Infos gefiltert und verarbeitet, durch Befehl werden Bilder nach Urlaub sortiert und in neuronalen Netzwerken und Deep-Learning-Systemen zu lernfähigem Input aufbereitet.

Ein Beispiel um das neuronale Netzwerk zu visualisieren: Bei der Mustererkennung erkennen die Software-Neuronen einzelne Bildpunkte, die zweite Schicht erkennt Formen, während die dritte komplexe geometrische Formen analysiert und im letzten Schritt das Bild richtig erfasst. Der Lernstoff für die Software sind Daten, beziehungsweise gigantische Datenbanken.

Dies ist hilfreich und erleichtert unser Leben um ein Vielfaches, aber es ist mindestens genauso unheimlich. Man weiß alles über uns, was wir machen, wo wir uns aufhalten und vieles mehr – dabei haben wir, die Nutzer, keine Chance zu Erkennen woher die Daten kommen und welche Regeln der geheime Algorithmus beinhaltet.

Überwacht Siri iPhone 6s Nutzer?

Siri ist im iPhone 6s durch ein einfaches Sprachkommando startbar, daher muss es aber auch immer mitlauschen. Und durch dieses Mitlauschen lernt Siri, kann sich auf den Besitzer einstellen. Siri lernt die Aussprache und kann sie im Vergleich zu anderen Nutzern unterscheiden.

Apple versichert dabei, dass die gesammelten Daten nur lokal gespeichert und verarbeitet werden, zudem ständig überschrieben werden.

Trotzdem gibt es harte Kritik, da viele befürchten, ausspioniert zu werden. Hilfreich ist es hier soweit wie möglich die Sammellust zu bremsen: die Funktion in den iOS-Einstellungen deaktivieren!

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