• Mittwoch , 28 Juni 2017

Vorratsdatenspeicherung: Bedeutung für Smartphone-Nutzer

Vergangene Woche hat der Deutsche Bundestag ein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung verabschiedet. Das neue Gesetzt betrifft auch Daten, die über Smartphones weitergeleitet werden und zwischen vier bis zehn Wochen gespeichert bleiben dürfen. Betroffen vom neuen Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung sind die Telekommunikationsdaten aller Personen in Deutschland, die bei behördlichen und polizeilichen Ermittlungen verwendet werden dürfen.

Das verabschiedete Gesetz hat natürlich Auswirkungen auf uns und unser Smartphone sowie die Transparenz der Daten. Daher im Folgenden einige wichtige Antworten…

Vorratsdatenspeicherung für Smartphones: Was bedeutet das?

Daten aus der Smartphone-Nutzung und auch der Festnetzanschlüsse werden im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung gesichert und für bis zu zehn Wochen gespeichert. Dies umfasst z.B. Anrufe vom Smartphone aus, verschickte SMS und Skype-Gespräche. Bis zu vier Wochen gespeichert werden Standortdaten, die das eigene iPhone oder andere Smartphone-Geräte permanent ermitteln. Im Klartext bedeutet das, dass Daten gespeichert werden, die Auskunft geben wer mit wem, wann, wie lange, an welchem Ort und mit welchem Gerät kommuniziert hat. Daten zum E-Mail-Verkehr und besuchte Websites dürfen nicht erfasst werden. Großer Unterschied ist, dass Inhalte von Telefongesprächen nicht gespeichert werden, allerdings SMS-Inhalte erfasst werden. Kritiker sehen darin eine Verletzung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen.

Wofür werden die Daten verwendet?

Die Bundesregierung möchte somit eine effizientere Terrorbekämpfung und Verbrechen verhindern, da die Daten zur Verfolgung schwerer Straftaten genutzt werden dürfen. Der Informationsabruf muss allerdings richterlich erlaubt werden. Die Telekommunikationsfirmen sind verpflichtet bei der Datenspeicherung Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten, d.h. sie müssen einen Server im Inland benutzen und die Daten nach Ablauf der Frist unverzüglich löschen – ansonsten kann es zu Bußgeldern kommen.

Vorratsdatenspeicherung: grauer Bereich

Allerdings hat das neue Gesetz Schlupflöcher: Telefongespräche in Call-Shops und die Internetnutzung im Internet-Café fließt nicht mit ein, auch das Telefonieren mit freigeschaltenen Prepaid-Handys, die keiner Person zuzuordnen sind oder Krypto-Telefone zur Kommunikationsverschlüsselung und dem Verschleiern von Verbindungsdaten.

Umgang mit der Vorratsdatenspeicherung: Tipps

Da es für viele Smartphone-Nutzer keine Möglichkeit gibt, die Vorratsdatenspeicherung zu umgehen, geben wir euch zwei erste Tipps für den Umgang, um möglichst wenig Daten zu hinterlassen:

  • GPS am Smartphone deaktivieren, solange es nicht benötigt wird. Die Standortdaten werden noch gespeichert, allerdings sind sie weniger genau, da die Auswertung der Verbindung mit Funkmasten nur grob ermittelt werden kann.
  • Einige Nachrichtendienste und auch die klassische SMS sind weniger sinnvoll, wenn man der Vorratsdatenspeicherung aus dem Weg gehen möchte. Die Inhalte werden verschlüsselt abgespeichert, allerdings wird Empfangs- und Versandzeitpunkt erfasst. Sinnvoll ist es daher auf alternative Messaging-Dienste zurückzugreifen, die eine End-to-End-Verschlüsselung nutzen (iMessage, Threema, SIMSme)

Wie steht ihr zu Vorratsdatenspeicherung? Habt ihr noch weitere Tipps zum Umgang?

Beitragsbild: Quelle: Pixabay, geralt, Lizenz CC0 Public Domain

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