• Donnerstag , 17 August 2017

Die Wahrheit und Zukunft über das Apple Car, Tesla und Co. – Das Silicon Valley gegen die deutsche Autoindustrie

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Im Oktober erwähnte Apple-CEO Tim Cook in einem Wall Street Journal Interview, dass es bald einen massiven Wandel in der Automobilindustrie geben wird. Dieser Wandel von dem Tim Cook sprach, hat schon längst begonnen.

Seitdem Tesla vor einigen Jahren angefangen hat, reine Elektrofahrzeuge mit unglaublicher Leistung und Reichweite herzustellen, hat der Umschwung der Automobilbranche auch praktisch richtig Fahrt aufgenommen. Seit Anfang letzten Jahres ist ebenfalls klar, dass neben Google auch Apple an der Entwicklung eines eigenen Autos dran ist, welches wie es scheint bereits in den nächsten Jahren eingeführt werden soll.

Apple ist gewappnet

Was bedeutet dies für die deutsche Autoindustrie? Müssen VW, BMW und Mercedes sich Sorgen machen? Werden Apple, Tesla und Google an den etablierten Autoherstellern vorbei ziehen und den globalen Automarkt in kürzester Zeit mit neuen zukunftssicheren Technologien überfluten und die Konkurrenten wie damals Nokia im Regen stehen lassen?

Apple hat Geld, und zwar im Überfluss. Das Unternehmen sitzt derzeit auf über 200 Milliarden Dollar, welches sie gepflegt investieren können und auch tun. Ein hochinnovatives und technologisches Fahrzeug zu entwickeln verschluckt viel Zeit und Milliarden an Summen, welche Apple aber im Gegensatz zu den meisten Firmen in der Branche einfach aus dem Ärmel schüttelt.

apple tim cook unternehmen macht geld
Quelle: Flickr, Home_of_chaos, Tim Cook, painted portrait _DDC2303, Lizenz CC BY 2.0 

Im Oktober meinte Tesla-Chef Elon Musk in einem Interview, dass Apple die Ingenieure anstellt, die Tesla gefeuert hat. Auch wenn diese vielleicht nicht gut genug für Tesla waren oder einfach nicht ins Unternehmen gepasst haben – seit knapp einem Jahr stellt Apple Spezialisten aus der weltweiten Automobilbranche ein. Allein in den letzten Monaten fielen darunter Namen wie Paul Furgale, ein Forscher für autonome Navigation, der ehemalige Nvidia-Mitarbeiter Jonathan Cohan der für „Deep Learning“-Algorithmen im Softwarebereich bekannt ist oder auch seit neustem den ehemaligen Entwicklungschef eines Startups Rónán Ó Braonáin, der Spezialist für digitale Nummernschilder und Flottenmanagement ist.

Im Sommer wurde auch offiziell bekannt, dass Tim Cook das BMW-Werk besucht hat und mit dem deutschen Konzern in letztendlich ergebnislose Verhandlungen getreten ist. BMW hat sich schon damit abgefunden, dass Apple klare Pläne für ein eigenes Auto in der Hand hält, egal ob mit oder ohne Kooperation. Und auch wenn Elon Musk die Entwicklung von Apple mit harten Worten kritisierte, er freut sich dennoch dass Apple diese Richtung einschlägt und in Zukunft versuchen wird, auch in der Automobilindustrie Fuß zu fassen.

Deutsche Firmen sollten anfangen zu zittern – oder doch nicht?

Doch wie gefährlich sind die zukünftigen Automarken wirklich für BMW, VW oder auch für Toyota und Ford? Werden autonome und vor allem elektrische Autos den Benzinautomarkt überholen und die Autowelt umkrempeln?

Bis jetzt mussten die traditionellen Autohersteller noch nie wirklich um ihre Stellungen zittern. Schon gar nicht vor irgendwelchen riesigen Nerd-Internetfirmen die Handys, irgendwelche Suchalgorithmen oder Online-Zahlungmethoden entwickelt haben. Das Problem ist, dass die Taktraten von Innovationen heute wahnsinnig schnell sind. Es braucht nicht mal ein Jahr bis eine Produktgeneration in der Technikbranche kommt. Und auch wenn ein Auto viel mehr Entwicklungszeit benötigt, Elon Musk hat gezeigt, dass er innerhalb von ein paar Jahren ein Auto bauen kann, welches alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Die Ressourcen sind da und für Apple auch das nötige Geld zum Investieren. Niemand kann heutzutage mehr behaupten, dass es für ein mächtiges Unternehmen wie Apple oder Google nicht möglich sei ein hochmodernes Auto zu entwickeln. Was sind heute schon ein paar Jahre und einige Milliarden Entwicklungs- und Forschungskosten für solche Weltmächte wie Apple.

Die Verdrängung von dem Automarkt wäre für die deutschen Unternehmen im wahrsten Sinne ein Worst-Case. Vor allem würde es zusätzlich Auswirkungen auf die gesamte deutsche Wirtschaft haben, denn die Automobilbranche ist einer der größten Wachstumstreiber der deutschen Industrie. Wie die technisch-versierten Unternehmen im Silicon Valley gilt es jetzt auch für die deutschen Unternehmen, sich zusammenzuschließen, bevor es zu spät ist.

Kampf der Innovationen

Eigentlich geht letztendlich nur um diesen Begriff. Die nächsten Jahre in der Autobranche werden einen wahrlichen Innovationskrieg darstellen. Die Autos haben sich in den letzten Jahrzehnten noch nie so technisch weiterentwickelt wie in den vergangenen Jahren. Es geht um viel mehr als nur um „wer-baut-am-schnellsten-das-beste-Elektroauto“. Mit dem i3 und dem i8 hat BMW damals schon das erste Zeichen gesetzt und die zukünftigen Pläne der deutschen Hersteller fokussieren sich natürlich weiterhin stark an dem Zweig, Elektroautos zu bauen die an Tesla mithalten können.

Neben dem Wandel des Antriebs ist der zweite entscheidende Bereich die eingebaute Elektronik und die Datenerfassung des Fahrzeugs. Die deutschen Autohersteller unterscheiden sich in ihren Produkten kaum wenn es um das Technologielevel geht. Sie müssen von ihrem Dasein wegkommen, zum größten Teil nur Emotionen durch ihre Produkte zu übertragen. Die Emotionsschiene hat in den letzten Jahrzehnten zwar super funktioniert, jede europäische Firma hat seine Positionierung auf dem Markt eingenommen und seine definierte Zielgruppe, jedoch haben die letzten Jahre bewiesen dass der Aufschwung in der Technologie wieder stattfindet und zwar schneller als je zuvor. Um dort mithalten zu können müssen VW und Co. den Innovationskrieg mitführen und davon wegkommen „Gejagte“ auf ihrem eigenen Markt zu werden.

Zukunftstechnologien und Datenkriege

Es geht in der heutigen Zeit nur noch darum, das Leben in dieser Welt zu optimieren, egal auf welche Weise. Vor einigen Jahren hätte niemand gedacht, dass wir bereits uns heute im Jahr 2015 in Autos setzen können, die vollelektronisch mit einer Leistung eines Porsches und zur größten Überraschung auch noch von selbst fahren. Das autonome Fahren von Elektroautos wird uns in absehbarer Zeit soweit eingeholt haben, dass es irgendwann günstiger sein wird als unsere ressourcenbeschränkten Spritfresser weiterzufahren. Mit dieser Veränderung steht die Autoindustrie aber vor noch mehreren Wandlungen.

tesla model s version 7 autopilot
Quelle: youtube/DragTimes

Durch die diese neuen Technologien werden ganze Netzstrukturen und Systeme digitalisiert, die die Autowelt betreffen. Google und Tesla müssen nur noch Software entwickeln, um ein Auto selbst fahren zu lassen. Was sie allein schon hier für eine Machtposition hätten, wenn diese Entscheidung ganz oberflächlich und sogar günstig von statten gehen würde ist kaum auszudenken. Die Navigation, in der Google auch führend ist, wird ebenfalls immer komplexer und mit dem Fahrzeug selbst vernetzt. Mit Hilfe von GPS-Systemen kann ein autonomes Fahrzeug von selbst Ziele ansteuern, das Filial- und Reparatursystem könnte automatisiert werden usw. All solche Fortschritte können gigantische Vorteile darstellen, die zukünftige Automarken ausmachen werden. Je stärker die US-Technologieunternehmen diese Vernetzung dominieren werden, desto schwärzer kann die Zukunft für die deutschen Konzerne aussehen.

Fazit

Die deutschen Autohersteller stehen unter wahnsinnigem Druck. Da sie den Markt bereits dominieren haben sie nicht mehr viel zu gewinnen, dafür können sie aber umso mehr verlieren wenn ihnen die US-Firmen zuvorkommen. Niemand kann bislang abschätzen wie ernst es Apple mit seinem Projekt „Titan“ meint. Es steht immer noch in den Sternen wann oder ob sie überhaupt jemals ein Auto einführen werden. Aber mit der Einführung des iPhones im Jahr 2007 haben wir aber gesehen, dass Apple Trends erkennt und Innovationen entwickeln kann bevor sie nur die wenigsten erahnen können. Apple hat auf jeden Fall Macht und vor allem das Geld. Ob sie es unbegrenzt einsetzen werden um mit Tesla und Co. die Autoindustrie in den nächsten Jahren zu verändern?

 

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