• Montag , 26 Juni 2017

Warum der Apple Pencil Sinn macht.

Dieser Artikel richtet sich an all diejenigen, die dem neuen Stylus von Apple abgeneigt sind und denken, dass der kleine Kollege keinen Platz in ihrem Apple-Universum hätte. An all jene, die es im Blut haben voreilige Schlüsse zu ziehen und in Sekundenschnelle Vorurteile sowie Ablehnung gegenüber Dingen auszuposaunen, ohne sich überhaupt der Intention hinter dem Produkt bewusst zu sein.

Es ist den meisten Apple-Fans noch in der Tat im Kopf geblieben, dass Steve Jobs, der ehemalige CEO von Apple, eine Abneigung gegen den sogenannten Stylus hatte. Ein Stylus, auch Eingabestift oder Touchpen genannt, ist ein Stift der anstelle des Fingers zur Bedienung eines Touchscreens verwendet wird.

Am vergangenen Mittwoch, als Apple neben dem neuen iPad Pro überraschend den sogenannten Apple Pencil vorstellte, war die Internet-Hetzjagd schon so gut wie vorhersehbar. Kaum einige Minuten später tauchten auf den Social Media Kanälen die ersten Bilder und GIFs auf, die auf die Lücke des damaligen Statements von Steve Jobs und der heutigen Vorstellung des Stylus abzielen sollten. Damit sollte der angebliche Fehlschlag Apple’s verdeutlicht werden und aufzeigen, dass sich das Unternehmen angeblich nicht mehr an die Visionen und Weisheiten Job’s hält. Solche Überreaktionen kamen wahrscheinlich von denjenigen, die eh am schnellsten und lautesten twittern und einfach durch Überheblichkeit Wörter aus vergangener Zeit kontextlos auf derzeitige Situationen projizieren.

Viele Steve-Jobs Enthusiasten werden wieder sagen: „Steve hat aber damals gesagt…“. JA DAMALS, NA UND? Wer seine Hausaufgaben gemacht hat, dem dürfte auffallen dass der Zeitunterschied zwischen dem Jahr 2007 und heute nicht gerade ein kleiner ist. Wer auch das letzte Jahrzehnt nicht verpasst hat, dürfte merken dass solch ein Zeitraum eine kleine Ewigkeit in der Technikwelt und Technologieentwicklung bedeuten kann. Apple ist halt auch nicht auf den Kopf gefallen.

Außerdem ist und bleibt Steve Jobs auch kein Übergott, bei dem jedes Wort für die gesamte Apple-Weltzeit gelten muss. Zum Glück trennt sich Apple von so einer Denkweise und denkt die Vision ohne zu zögern weiter.

Der Hauptgrund ist aber vor allem, dass Jobs damals den Stylus in Verbindung mit dem iPhone als sinnlos betrachtet hat. Womit er auch eindeutig Recht hatte. Das iPhone hatte gerade mal ein 3,5 Zoll großes Display und die Technik war so neu und unausgereift, dass ein bis aufs einzelne Pixel empfindlicher Stift letztendlich auch keinen Sinn gemacht hätte.

Das iPad Pro hat dagegen eine Bildschirmgröße von 12,9 Zoll und ist allein schon damit viel besser dafür ausgelegt. Dazu ist die Displayempfindlichkeit weitaus höher als früher, wodurch sich ein technisch anspruchsvollen Stylus auch optimal verwenden lässt.

Der Visionskonflikt trifft sich auch hier wieder mit Jobs ursprünglicher Intention, nämlich dass ein Tablet für Kreativität und Konsum konzipiert ist.

Gerade der Apple Pencil wird daher nicht das sein, was das kreative und professionelle Arbeiten mit dem neuen iPad einschränken wird, im Gegenteil. Wir sind überzeugt, dass auf solch ein iPad schon viele Künstler, Designer und Zeichner gewartet haben und Apple für die Einführung des Stylus unendlich dankbar sind.

Beitragsbild: Quelle: Apple, Apple Pencil

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