• Donnerstag , 27 April 2017

Film „Steve Jobs“: Szenen und Kritik

+++Update+++

Film „Steve Jobs“ mit zwei Golden Globes ausgezeichnet

Feierlich und pompös wurden am Sonntagabend in Los Angeles die Golden Globes ausgezeichnet, die als einer der wichtigsten Film- und Fernsehpreise in Hollywood gelten. Der Film „Steve Jobs“ von Regisseur Danny Boyle wurde im Vorfeld viermal für die begehrten Preise nominiert. Letztlich gingen zwei Golden Globes an das Team des Films „Steve Jobs“: einer an Kate Winslet für ihre Darstellung als Marketingchefin Joanna Hoffman als „Beste Nebendarstellerin“ und ein Golden Globe an Aaron Sorkin für sein Drehbuch.

Mit so einer erfolgreichen Bilanz hatte im Vorfeld niemand gerechnet, da der Film in den wenigen ausgewählten US-Kinos ein kommerzieller Flop war und auch im Vorfeld von Jobs nahestehenden Personen stark kritisiert wurde.

Leer ausgegangen sind Michael Fassbender für seine Darstellung als Steve Jobs und Daniel Pemberton für die Filmmusik.

Jetzt darf man auf die Oscar-Nominierungen gespannt sein, die am Donnerstag bekannt gegeben werden – der Golden Globe gilt dabei als einer der großen Indikatoren.

Via Variety

Drehbuch „Steve Jobs“ kostenlos veröffentlicht

Universal Pictures hat das Drehbuch zur Film-Biografie des Apple-Gründers Steve Jobs kostenlos im Internet veröffentlicht. Das Drehbuch von Star-Autor Aaron Sorkin kann im PDF-Format heruntergeladen werden und eignet sich als tolle Lektüre in der Weihnachtszeit.

Infos zum Film:

Film über Steve Jobs in den deutschen Kinos:

Am 12. November startet der Kinofilm über Steve Jobs in den deutschen Kinos. Regisseur Boyle und Drehbuchautor Sorkin haben sich in dem Film auf wenige Jahre in Jobs‘ Karriere beschränkt und wichtige Stationen, z.B. die Beteiligung bei Pixar, augelassen. Sorkin äußert sich dazu so, dass es kein biographisches Drehbuch werden sollte, sondern eine Persönlichkeits-Studie.

Unsere Meinung zum Film: Fakten sind im neuen Jobs-Film nebensächlich, dafür kann man sich auf starke Dialoge freuen. Jobs wird überzeugend gespielt von Michael Fassbender und verkörpert die zwei Welten von Jobs: Genie und Wahnsinniger. Dabei gelingt vor allem zu zeigen, dass es Jobs egal war, was andere von ihm dachten oder ob er beliebt wahr. Aber auch sein Verhältnis zu seine Tochter Lisa wird in einer emotionalen Szene gegen Filmende dargestellt: Auf die Frage, wieso er sie jahrelang verleugnet hat, gesteht Jobs, dass er falsch programmiert sei und daher ein verschlossener Mensch war.

Der deutsche Trailer bietet euch einen guten Einblick in den neuen Film:

 Wir freuen uns auf Euer Feedback und Meinungen zum Film!

+++Update+++

Film „Steve Jobs“: Filmszenen und Kritik

Der Film „Steve Jobs“ ist in den USA mittlerweile seit vergangenen Freitag in den Kinos zu sehen und feiert am ersten Wochenende bereits große Erfolge: Der Film erzielte am Wochenende ein Rekordergebnis mit durchschnittlich 130.000 US-Dollar pro Kino und ist somit unter den TOP 15 der bestgestarteten Filme aller Zeiten.  Kritisch anzumerken ist hierbei aber, dass sich der Film bislang nur auf eine kleine Anzahl von Kinos, genauer gesagt vier Lichtspielhäuser, bezieht, in den ganzen USA wird der Film erst ab dem 23. Oktober zu sehen sein.

In New York und Los Angeles ist der Streifen mit Hauptdarsteller Michael Fassbender angelaufen und erzielte hervorragende Ergebnisse – trotzdem gehen die Meinungen weit auseinander. Michael Fassbender und auch Regisseur Danny Boyle wurden im Vorfeld mehrfach ausgetauscht und trotz offizieller Buchbiografie Jobs‘ kam von Seitens Apple keinerlei Mitarbeit. Von Seiten des privaten Umfelds Jobs kam harsche Kritik, unter anderem von seiner Frau Laurene Powell. Doch Danny Boyles, der für seinen Film Slumdog Millionär mit acht Oskars ausgezeichnet wurde, ist ein Garant für erfolgreiche und gelungene Filme.

Filmkritik

In den ersten Filmkritiken scheint sich Boyles‘ Talent zu zeigen – Steve Wozniak gab gegenüber Deadline folgendes zu Protokoll:

“I saw a rough cut and I felt like I was actually watching Steve Jobs and the others not actors playing them, I give full credit to Danny Boyle and Aaron Sorkin for getting it so right,”

Auch Variety gibt ein Review, in welchem es unter anderem heißt:

„…Working with d.p. Alwin Kutchler, Boyle sometimes sends the camera hurtling after the characters in lengthy, down-the-corridor tracking shots; elsewhere, the brief transitional snippets between acts feature some fairly aggressive stylization, in line with his usual m.o. But for the most part, this is the filmmaker’s most reined-in picture in some time, as if a too-kinetic approach would interfere with the verbal energy of Sorkin’s script.

BBC toppt dies noch einmal deutlich und macht sich dazu stark, dass der Film bzw. Hauptdarsteller Michael Fassbender einen Oscar verdient hätte.

YouTube: Szenen aus dem Film

Auf YouTube gibt bereits erste Einblicke: eine zweiminütige Dialog-Szene zwischen Steve Wozniak und Steve Jobs über den neuen Next-Computer zeigen Jobs tatsächlich – wie im Vorfeld kritisiert – als arrogante Persönlichkeit, während Wozniak als „Retter in der Not“ dargestellt wird. Interessant und abwechslungsreich am neuen Film ist, dass die Zeit rund um Netz behandelt wird und man einen ersten Eindruck bekommt, wie sich Jobs bei Next verhaltet hat und welche Ambitionen hinter dem Unternehmen steckten.

Man darf auf jeden Fall gespannt sein auf den Film – alle deutschen Jobs- und Apple-Fans müssen noch bis zum 12. November warten, dann ist in Deutschland Filmstart.

Zum Gedenken anlässlich des 4. Todestages

Am Montag war der 4.-Todestag des Visionärs Steve Jobs, in diesen Tagen startet zeitgleich ein Film über ihn in den US-Kinos – eine gute Gelegenheit sich Steve Jobs und seinen Werdegang genauer anzuschauen sowie seine Arbeit und das tolle Ergebnis zu honorieren!

Der 5. Oktober ist ein Tag gewesen, an dem „die Welt einen Visionär verloren hat“ schrieb Tim Cook in einer E-Mail an alle Apple-Mitarbeiter anlässlich des 4.-Todestages – aber nicht nur einen Visionär, sondern auch einen „Anführer, Mentor und einen lieben Freund, dessen Prioritäten sehr simpel waren: Er liebte seine Familie und Apple sowie all die Menschen, mit denen er eng zusammenarbeitete und sehr viel erreicht hat“. Diese unglaubliche Geste von Tim Cook zeigt, was es für ein Privileg und auch für eine Verantwortung es ist Steve Jobs Arbeit fortzuführen.

Doch wer steckt hinter Steve Jobs, welche Stationen in seinem Leben hat er gehabt und wie kam es zur Apple-Gründung? Wir haben für Euch die wichtigsten Stationen seines außergewöhnlichen Lebens zusammengetragen:

  • 1955: Am 24. Februar kommt Steven „Steve“ Paul Jobs in San Francisco zur Welt, seine unverheirateten Eltern stammen aus Syrien und Amerika und geben ihn zur Adoption frei. Er wächst bei Paul und Clara Jobs in Mountain View (Kalifornien) auf.
  • Bereits mit zwölf Jahren jobbt er in den Ferien bei niemand geringerem als der Technologiefirma Hewlett-Packard (hp), das technische Wissen bekommt er früh von seinem Vater vermittelt, zudem kann er lesen bevor er in die Schule kommt
  • Fünf Jahre später, im Jahr 1972, beginnt er in Oregon ein Studium, bricht aber bereits nach einem Semester ab und lebt als Hippie und Vegetarier, zudem findet er Gefallen an spirituellen Aktivitäten
  • 1974 verschlägt es Jobs in die Game-Industrie und er entwickelt bei Atari Videospiele
  • 1976 dann der große Schritt: Jobs gründet mit seinen Freunden Steve Wozniak und Ronald Wayne, der nach kurzer Zeit wieder ausgestiegen ist, die Firma Apple: Den ersten Prototypen Apple I – gebaut in der elterlichen Garage – verkaufen sie über 200-mal. Eine Computerkette half ihnen den einfachen Computer aus Platine und einem Gehäuse zu vertreiben.
  • Nur ein Jahr später dann der Durchbruch: Apple II, der erste Rechner mit farbiger Grafik führt 1977 zu erstem großem Erfolg
  • Jobs lizenziert sich eine grafische Benutzeroberfläche und wird Computerexperten ab. Aufmerksam wurde er darauf bei einem Besuch im Forschungszentrum PARC des Kopiererherstellers Xerox, hier übernimmt Jobs auch das Konzept der Computermaus. (1979).
  • Im Folgejahr geht Apple an die Börse, allein Jobs Anteil wird auf 165 Millionen US-Dollar taxiert und machen ihn somit laut Forbes zum bis dahin Jüngsten in der Liste der Reichsten
  • In den nächsten 5 Jahren überredet Jobs den Pepsi-Marketingchef dazu als Firmenchef zu Apple zu wechseln, der erste Apple Macintosh wird vorgestellt, die Firma NeXT Computer wird von ihm auf Grund von Unstimmigkeiten gegründet und Jobs kauf für zehn Millionen US-Dollar das Animationsfilme-Studio The Graphics Group, woraus das Animationsstudio Pixar entsteht.
  • 1991 heiratet er Laurence Powell, mit ihr hat er zwei Töchter und einen Sohn. Zudem eine weitere Tochter aus einer früheren Beziehung
  • Konkurrent Microsoft sorgt mit Windows95 für viel Aufmerksam und lässt Apples Marktanteil auf rd. 5% fallen. Pixar bringt im Jahr 1995 dann den ersten Computeranimationsfilm „ToyStory“ heraus und mit anschließendem Börsengang wird Jobs zum Milliardär
  • Der Apple-Konzern steht am Rande des finanziellen Abgrunds, daher kauft NeXT für 400 Millionen Dollar den Konzern auf und Jobs fungiert in beratender Funktion. Investitionen von Microsoft helfen Jobs, der mittlerweile Interimschef wurde, den Konzern umzubauen. Belohnt wird die harte Arbeit Jobs mit dem ersten Unternehmensgewinn im Weihnachtsquartal 1998.
  • 1998 im Weihnachtsquartal dann der erste Unternehmensgewinn seit September 1996
  • Zum Millennium, im Jahr 2000, wird Jobs dauerhaft Apple-Konzernchef für ein Jahresgehalt von einem Dollar und trifft kurze Zeit später seinen „spirituellen Partner bei Apple“ Jony Ive
  • Im Folgejahr wird der Musikplayer iPod vorgestellt, sowie der Online Shop iTunes – Apple wird zum größten Musikverkäufer!
  • 2004 wird bekannt, dass er wegen einem Krebstumor an er Bauchspeicheldrüse operiert werden muss
  • Jobs verkauft 2006 Pixar an Disney und wird somit größter Einzelaktionär des Unterhaltungsriesen
  • Im Jahr 2007 dann eine der größten Innovationen am Mobilfunkmarkt: Apple präsentiert das iPhone und die Smartphone-Revolution, die bis heute andauert, kommt in Schwung
  • 2009 zieht sich Jobs krankheitsbedingt aus dem Apple-Tagesgeschäft zurück und erhält eine neue Leber
  • Mit dem iPad gelingt Apple eine neue Innovation und haucht der Geräteklasse des Tablet-Computers neues Leben ein (2010)
  • Im Sommer 2011 zieht sich Jobs aus gesundheitlichen Gründen von der Unternehmensspitze zurück und wechselt in den Verwaltungsrat. Am 5. Oktober 2011 erliegt er dann letztlich seiner Krankheit.

Kritik an der Verfilmung Jobs Lebens

Cook, der jetzige Apple-CEO, hat die E-Mail an seine Mitarbeiter anlässlich des Todestags mit Sicherheit nicht unbewusst wenige Tage vor dem US-Kinostarts des Films „Steve Jobs“ geschrieben, denn er hatte die Filmemacher und die Biographie, auf derer der Film basiert, kritisiert. Der Apple-CEO begründete dies so, dass die jungen Mitarbeiter aus erster Hand über Jobs erfahren sollen und nicht aus Film und Medien. Daher hat er die Apple-Mitarbeiter aktiv aufgefordert mit Kollegen zu sprechen, die Jobs kannten. Aber auch Jobs Frau, Laurence Powell hat versucht den Film über ihren Mann zu verhindern, da ihrer Ansicht nach die Wahrheit verfälscht sei – sie kritisiert, ähnlich wie Cook, dass ein liebloser und z.T. sehr aggressiver Steve Jobs dargestellt wird, der er nicht war. Wir empfehlen Euch, wenn ihr den Film anschaut, dass ihr emotionslos an den Film herangeht und nicht alles auf die Goldwaage legt – schließlich soll im Kino ein Drama inszeniert werden rund und nicht alle Seiten Jobs beinhaltet.

Wenn Ihr in die offizielle Steve Job Biographie reinhören wollt, haben wir für Euch etwas ganz besonderes im Netz gefunden: Das Hörbuch der Biographie gibt es aktuell kostenlos auf der Website von Audible mit dem Gutscheincode  STEVEJOBSDB – schnell sein lohnt sich aber, da wir Euch nicht sagen können wie lange die Aktion gilt.

Letztlich kann man sagen, dass Jobs‘ Erbe mit den tollsten Produkten der Welt, Erfolge in Technologie, Architektur und Design sowie das Team dahinter eine enorme Wertschätzung genießt und somit Steve Jobs nicht in Vergessenheit gerät!

Quelle: Pixabay, OpenClipartVectors, Lizenz CC0 Public Domain

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